Bananen-Blaubeer-Muffins

Ich nutze das lange Osterwochenende in München, um mich endlich mal wieder in der Küche auszutoben. Heute mal an ganz ungewohntem Ende: beim Backen. Das ist keine Spezialdisziplin von mir, aber Muffins sind einfach in der Herstellung, halten sich ein paar Tage und schmecken immer.

Muffin3

Ein Standard Muffin Teig geht bei mir so: 80g Butter schmelzen, mit 2 Eiern, 80g Zucker und 150g Schmand verrühren. Dann 180g Mehl und 2 TL Backpulver dazugeben.

Die Variante: 3 kleine aromatische Bananen zerdrücken und schon vor dem Mehl und dem Backpulver einrühren. Das Mark einer Vanilleschote dazugeben und vermischen. Dann 75g weiße Schokolade (kleingeraspelt) und 150g Blaubeeren unterheben.

Die Masse gleichmäßig in die 12 Blechvertiefungen verteilen und bei 160°C Umluft 25 min. backen lassen. Voilà.

Diese Variante kann nach Belieben variiert werden, solange ca. 200 – 250g Früchte, Schokolade oder ähnliches zugegeben werden, stimmen die Mischungsverhältnisse.

Muffin5

Beim Fotografieren kam dann sogar noch die Sonne kurz zum Vorschein an diesem sonst so grauen Ostersamstag. Wie schön!

Bon appétit :)

Rückblick: Halbmarathon Berlin

Mein Leben ist eine Baustelle.
Baustelle

Reicht das als Erklärung, warum es hier in letzter Zeit so wenig zu lesen gibt?

Ich hadere immer noch mit der Diagnose lateraler Bandscheibenvorfall und Neuritis, mein sportliches Leben besteht aus Physiotherapie, Rückenkursen im Sportstudio und aus allgemeiner Rumpfstabi. Diverse Laufversuche haben gezeigt: weiter als 5-6km geht es gerade nicht. Schwierige Voraussetzungen, war ich doch für den Berliner Halbmarathon angemeldet (die Anmeldung mache ich gerne schon 1/2 Jahr im Voraus).
Von “ich bleibe zu Hause” bis “ach, halb so wild, lauf ich halt langsam, da komm’ ich schon durch” war gedanklich im Vorfeld alles dabei. Natürlich bin ich gefahren, ist doch der Berliner HM auch immer ein soziales Ereignis mit Freunden und Verwandten. Ich habe mich für einen Abbruch mit Ansage entschieden. Da die Startnummer nicht übertragbar ist, habe ich meine Unterlagen abgeholt und bin an den Start gegangen. Der Gedanke: wenn es gut läuft, schaffe ich 10 km (da ist dann praktischerweise die S-Bahn Charlottenburg), wenn es nicht so gut läuft, höre ich nach 5 km auf (S-Bahn Tiergarten). So die Ausgangslage. Die ersten 2km waren dann auch toll, das Brandenburger Tor tauchte schon bald vor uns auf…
Brandenburger Tor

Doch kaum war ich da durch, gingen die Probleme auf der rechten Seite wieder los. Die Vernunft siegte schnell und ich bin bei Km 5 ausgestiegen, allerdings querfeldein zum Lützowufer gegangen, um noch ein bißchen HM – Atmosphäre mitzunehmen. Und was nahm ich da noch an Erkenntnis mit? Dass es tatsächlich unsportliche Deppen gibt, die bei KM 5 eine Abkürzung nehmen zu KM 15 zu Fuß gehen (quer durch den Tiergarten ca. 500m) und sich allen Ernstes denken: und jetzt lauf’ ich weiter in’s Ziel. Und das dann tatsächlich auch tun. Ohne Worte.

Es beschäftigt mich die Frage, ob es gut war, so einen Abbruch mit Ansage zu laufen. Einerseits war es toll, an den Start zu gehen. Genau die Motivation, die ich mir nach Wochen des Frustes erhofft hatte. Mit tausenden Läufern am Start und auf der Strecke… das hat schon was. Andererseits kam sehr schnell die Ernüchterung, als ich ausgesetzt habe. Dass ich das tun würde, war ja klar, und dass alle anderen weiter rennen würden, war auch klar. Trotzdem eine sehr schwierige Situation, die nach wie vor in mir arbeitet. Da gibt es nur Eines: beim nächsten Mal fit sein und durchlaufen.

Immerhin habe ich es bei diesem Berlin Besuch (gefühlt der 34.) endlich geschafft, die Reichstagskuppel zu besichtigen. Gleich morgens um 8 Uhr, wenn’s noch leer ist :)

Reichstagskuppel

Und jetzt bleibt mir nur zu hoffen, dass es hier demnächst wieder öfter was zu Lesen gibt, wenn es nämlich heißt:

super!

Ankommen #HH1

Etwas ruhig ist es hier geworden auf dem Blog… was daran liegt, dass große Veränderungen zurzeit mein Leben bestimmen. Eine neue (alte) Stadt, ein neuer Job, neue Wege, neue Menschen, neue Familienkonstellation (Fernbeziehung), neue Bilder im Kopf, Eindrücke, Geräusche, Gerüche und Gefühle, die verarbeitet werden wollen. Input, Input, Input, und ich mittendrin. Da wäre es zum Ausgleich gut, wenn ich langsam wieder trainieren könnte, aber an der Front ist leider noch immer Ruhe und Zwangspause.

Also gibt es nur eines: Hamburg genießen. Und Hamburg gibt sich alle Mühe, mich willkommen zu heißen….

HH1

Letzte Eisschollen auf der Elbe vor wunderbarer Kulisse.

HH2

Vor den Geschäften wächst der Grünkohl…

HH3

Die größte Baustelle der Stadt ist auch noch da…..

“Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt, und der uns hilft zu leben” heißt es in einem meiner Lieblingsgedichte von Hesse, und das ist das momentane Lebensgefühl. Der magische Anfang einer neuen Phase. Ich bin im Honeymoon. Mit der Stadt, mit der neuen Tätigkeit, mit dem Leben.

Dem Geheimnis auf der Spur

Schon seit fast drei Wochen plagen sie mich, die muskulären Probleme am rechten Oberschenkel. Gelaufene Kilometer in den letzten 14 Tagen: 4. :(

Es sieht so aus, als hätte ich endlich einen fähigen Orthopäden gefunden, der sofort den richtigen Verdacht hatte. Auf einmal macht alles Sinn: Die Knie- oder Hüftgelenksprobleme, die muskulären Verspannungen, Laufpausen, die keine relevante Besserung der Beschwerden brachte… die waren immer auf der rechten Seite. Das MRT zeigt im Bereich der unteren LWS eine Bandscheibe, die nach rechts auf die Nervenwurzel drückt….und die verantwortlich ist für all die Symptome der letzten Monate. Das ist eine unschöne Diagnose, aber immerhin ist jetzt mal klar, wo die ständig wieder kehrenden Probleme ihre Ursache haben.

Nun heißt das Gebot der Stunde Physiotherapie und (mal wieder) 4 Wochen Laufpause.

Einerseits froh, dass ich endlich weiß, woher die ständigen körperlichen Zipperlein kommen, bin ich andererseits extrem frustriert, weil ich meine Rennpläne für die nächsten Monate vergessen kann.

Und wenn ich nicht mehr über das Laufen schreibe, weil ich Rekonvaleszentin bin, dann könnte das hier eventuell ein reiner Foodblog werden. Oder was ganz anderes….

Süßkartoffeln mit Feigen

Es ist mal wieder Zeit für ein weiteres Rezept des Allerbesten Ottolenghi. Heute: Süßkartoffeln mit frischen Feigen. Es ist aus dem aktuellen Kochbuch Jerusalem, aus dem ich vor längerer Zeit auch schon den leckeren Spinatsalat vorgestellt habe.

Die Zutaten für 2 Personen: 2 große Süßkartoffeln, 4 Feigen, 5 EL Olivenöl, 40 ml Balsamico-Creme, 8 Frühlingszwiebeln, der Länge nach halbiert und in 3-4 cm lange Stücke geschnitten, 1 rote Chilischote, 4 frische, reife Feigen, 100 g weicher Ziegenkäse, zerkrümelt (nach Belieben), Fleur de Sel und schwarzer Pfeffer.

Süßkartoffeln mit Feigen

Den Backofen auf 220°C (Umluft) vorheizen.

Die Süßkartoffeln waschen, schälen, der Länge nach halbieren und die Hälften in Spalten bzw. Scheiben schneiden. In einer Schüssel mit 3 Esslöffeln Olivenöl, 2 Teelöffeln Salz und etwas Pfeffer vermischen. Die Spalten auf einem Backblech verteilen und 25 Minuten im Ofen rösten, bis sie weich sind, aber nicht zerfallen.

Süßkartoffeln Feigen und Ziegenkäse Frühlingszwiebeln Chili

Während die Kartoffeln im Ofen sind, das restliche Öl in einem kleinen Topf erhitzen. Frühlingszwiebeln und Chilischote hineingeben und bei mittlerer Hitze 4–5 Minuten unter Rühren anbraten. Die Kartoffeln auf einer Servierplatte (oder gleich auf den Tellern) anrichten, die Frühlingszwiebeln und Chilischoten darüber geben. Die Feigen je nach Größe vierteln oder sechsteln und zwischen den Kartoffelspalten anordnen, das Ganze mit einer Balsamicoreduktion beträufeln und nach Belieben den Ziegenkäse dazugeben. Umgehend servieren.


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